Hunter Valley

Im Bundesstaat New South Wales liegt das Weinanbaugebiet Hunter Valley in Australien rund zwei Autostunden nördlich von Sydney. Der häufig auch nur Hunter genannte Weinbaubereich ist neben dem Barossa Valley die bekannteste Weinbauregion von Australien. Erst im Jahr 2010 wurde die Untergliederung in Upper und Lower Hunter Valley (inkl. Sub-Bereich Broke Fordwich) weinbautechnisch offiziell festgelegt und hatte bis dahin weinrechtlich keine Bedeutung. Der Weinbau im Hunter Valley hat eine große Tradition und reicht bis ins Jahr 1825 zurück. In diesem Jahr gründete der australische Weinbaupionier James Busby sein Weingut und kultivierte aus Europa importierte Rebstöcke. Darunter waren einige Shiraz-Rebstöcke. Die Trauben entwickeln durch das vorherrschende Klima im Hunter Valley häufig sehr intensive Aromen. Dies begründet sich auf die heißen Tagestemperaturen im Sommer, die sich in den Nächten deutlich abmildern.

Hunter Valley: langlebige Weine von hervorragender Qualität

Insgesamt ist es in diesem Teil Australien heiß bis gemäßigt mit ausreichenden Niederschlägen. Zum Leidwesen der Winzer kommen die Niederschläge aber häufig dann, wenn sie sie am wenigsten gebrauchen können: während der Traubenlese. Langlebige Weine von hervorragender Qualität erbringt im Hunter Valley die weiße Rebsorte Sémillon. Zudem werden mit Chardonnay beachtliche Qualitäten von den Winzern erreicht. Riesling, Sauvignon Blanc und Verdelho spielen unter den weißen Sorten darüber hinaus eine Rolle. Shiraz ist unter den roten Sorten im Hunter Valley hervorzuheben, gefolgt von Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir. Generell dominieren die roten Rebsorten im näher am Meer gelegenen Lower Hunter Valley und gedeihen am Südufer des Hunter River in den flachen Hügeln. Im Upper Hunter Valley sind es hingegen die weißen Sorten, die am Flussufer auf vorwiegend steinigen Böden gedeihen.

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