Ahr

Im Bundesland Rheinland-Pfalz liegt das Weinbaugebiet Ahr. Benannt nach dem gleichnamigen Fluss ist es Deutschlands größtes geschlossenes Anbaugebiet für Rotwein. Eine etwa 25 Kilometer lange Ferienstraße, die Ahr-Rotweinstraße, führt am unteren Ahrtal entlang der großen Rotwein-Anbaugebiete von Altenahr über Dernau, Ahrweiler, Bad Bodendorf nach Sinzig. Fast 90 % Rotweinreben werden auf knapp 550 Hektar Rebfläche angebaut. Mit der Fläche ist die Ahr-Region eines der kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Der Weinanbau hat in der Region Ahr eine lange Tradition. Dokumente belegen schon in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhundert den Anbau von größeren Weinbergen.

Ahr: Pinot Noir dominiert die Rebflächen

Nach dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert fing man an, vermehrt rote Rebsorten anzubauen. Obwohl sich die klimatischen Bedingungen für den Weinanbau nicht besonders eignen, sind es doch mikroklimatische Aspekte, die den Anbau der Reben möglich machen. Dazu gehören unter anderem die wärmende Wirkung des Rheins um die Ahrmündung herum sowie der Regenschatten der Eifel und des Hohen Venns. Damit profitiert die Ahr-Region von vergleichsweise geringen Niederschlagsmengen und zahlreichen Sonnenstunden. Inzwischen sind 90 % der Winzer in 12 Winzergenossenschaften organisiert. Über die Hälfte der Rebflächen ist mit Pinot Noir bestockt. Erst dann folgen kleinere Bestände von Blauer Portugieser, Riesling, Frühburgunder, Regent und Dornfelder.

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