Winzer des Monats Juni: Roman Josef Pfaffl

Weingut R&A Pfaffl – European Winery of the Year 2016

Das Weinviertel ist mit rund 13500 Hektar das größte Weinbaugebiet in Österreich und das Weingut R&A Pfaffl einer der größten Betriebe in diesem schönen Weinland Österreich. Auf immerhin 105 Hektar Rebfläche (für Österreich ist das wirklich viel, glauben Sie uns) erzeugen die Pfaffls exzellente Weine und vertreiben diese in über 20 Länder weltweit. Sei es nun leichter, frischer Grüner Veltliner, ein üppiger, kräftiger Vertreter der selben Sorte oder aber Weißweine aus Muskateller, Chardonnay, Riesling und Co. Nicht zu vergessen, die Roten: St. Laurent, Zweigelt, Pinot Noir, sowie diverse Cuvées.

Wir ersparen Ihnen hier das Aufzählen der vielen Preise und Auszeichnungen der Familie Pfaffl. Der Platz dazu würde sowieso den Rahmen sprengen und Sie wahrscheinlich nur langweilen. Aber: Was Sie schon wissen sollten, ist, wer dahinter steckt? Verantwortlich ist hier zunächst der Junior, Roman Josef Paffl, Winzer und Kellermeister. Aber was ist schon ein guter Kellermeister ohne entsprechende Hilfe im Marketing? Das macht die Schwester, Heidi Fischer. Im Weingarten werkt, wie eh und je, der Vater, Roman Pfaffl Senior. Dann – last but not least – ganz wichtig, die Mutter, Adelheid Paffl, die sogenannte „gute Seele“ des Hauses. Und alle vier sind sich einig: Die Qualität wächst im Weingarten. Sie sehen, Familiy Business at its best.

Winzer Roman Pfaffl und Sohn Roman Josef Pfaffl

Das Erfolgs-Duo von Weingut R&A Pfaffl: Vater Roman Pfaffl (r.) mit Sohn Roman Josef Pfaffl, der als Winzer und Kellermeister erstklassige Weine vinifiziert.

Unter Weinfreunden mit Roman Josef Pfaffl vom Weingut R&A Pfaffl

Roman, 2004 hast du die Weinbaulaufbahn im Pfaffl´schen Familienbetrieb begonnen. Heute bist du Winzer und Kellermeister in Personalunion. Wie bist zum Weinbau gekommen und was macht für dich die Faszination deines Berufs aus?

Für mich war immer klar, dass ich Winzer werde. Ich habe dieses „Erbe“ nie in Frage gestellt, weil es einfach ein wunderschöner Beruf ist. Vielfältig, naturverbunden, es hat sehr viel mit Genuss zu tun und es ist einfach schön mit einem Produkt zu arbeiten, dass anderen Menschen Freude macht.

Heimatverbundenheit spielt bei Winzern traditionell eine sehr große Rolle. Kannst du beschreiben, wofür das Weinviertel steht?

Der Grüner Veltliner steht natürlich an erster Stelle bei uns.  Diese würzig-spritzige Art ist für das Weinviertel besonders typisch. Aber wir haben auch geniale Rotweine. Zweigelt spielt hier natürlich eine bedeutende Rolle und auch die St. Laurent finde ich persönlich extrem spannend.

Hast du ein persönliches Motto, eine Lebens- oder Arbeits-Philosophie, die du als Winzer verfolgst?

Mach das, was du gern machst. Dann machst du es auch gut.

Welche Erfahrungen hast du in deiner Karriere gemacht, die deine Arbeit bis heute besonders nachhaltig beeinflussen?

Ich bin all den Winzern sehr dankbar, bei denen ich ein Praktikum machen durfte.  Besonders René Pöckl, der mich in die Rotweinbereitung eingeführt hat. Er war ein harter Lehrmeister, aber auch der Beste.

Wein ist nicht gleich Wein – das weiß jeder Weinliebhaber. Doch was zeichnet einen guten Wein aus? 

Wein soll Spaß machen. Das ist mir sehr wichtig. Das gilt schon im Weingarten und im Keller, aber natürlich dann auch beim Genuss. Ich finde, selbst die allertollsten Über-drüber-Weine müssen einen gewissen Trinkfluss haben. Wir wollen schließlich keine Museumsstücke kreieren, sondern ein tolles, hochwertiges Getränk.

Was macht deine Weine aus dem Weinfreunde-Sortiment so besonders? Warum sollten Weinliebhaber diese Tropfen nicht entgehen lassen?

Weinfreunde hat echte Klassiker von uns im Sortiment. Die typischen Wiener Weine und das typische aus dem Weinviertel mit einem großen Highlight und einer Rarität: dem Grünen Veltliner Hommage Weinviertel DAC Reserve, der die höchsten Auszeichnungen einfährt.

Gibt es aktuelle Trends und Entwicklungen in der Welt des Weins, die du als Winzer und Kellermeister verfolgst und deine Arbeit beeinflussen?

Ja, natürlich, da fließt ständig etwas mit rein. Man dreht sich natürlich nicht um 180 Grad nur wegen irgendeinem Trend, aber wenn ich etwas spannend finde, dann probier ich das auch aus. Beispielsweise den Gemischten Satz, der ja eine alte Geschichte ist, die in den letzten Jahren wieder einen regelrechten Boom erfährt. Aber es ist ja auch wirklich nett, etwas so traditionelles wieder aufleben lassen zu können.

Was bedeutet für dich Genuss?

Mit Familie oder Freunden beisammen sitzen, ein gutes Essen und ein guter Wein… meistens sind es dann mehrere gute Weine.

Kannst du uns ein typisches, regionales Gericht nennen, das mit einem deiner Weine bei aus dem Weinfreunde-Sortiment besonders gut harmoniert?

Da wir offensichtlich lebende Klischees sind, gibt’s bei uns fast jede Woche Schnitzel. Unsere Mama macht aber auch die besten der Welt… Allerdings werden die in unserer Region nicht mit Kalbsfleisch sondern mit gepöckeltem Schweinefleisch gemacht. Dazu den Weinviertel DAC Haidviertel Grüner Veltliner und die Welt ist wieder im Lot…

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