Warum schwenkt man Wein?

Diese Frage stellte uns Dominik R. aus Vogtsburg. Da sich unser Marketing-Kollege Jürgen Overheid mittlerweile zum Verkostungsprofi gemausert hat, beantwortet er die Frage gerne.

Ein großer Teil der Wahrnehmung eines Weines wird durch seine Aromen bestimmt. Befindet sich der Wein in einem Glas, ruhen die Aromen zunächst recht dicht an der Oberfläche der Flüssigkeit. Durch das vorsichtige Verwirbeln des Weines mit Sauerstoff können die zahlreichen Aromastoffe viel einfacher in Richtung Nase aufsteigen. Ein langsames Schwenken des Glases reicht dafür meistens aus.

Natürlich muss das Glas nicht vor jedem Schluck geschwenkt werden, doch sollte man unbedingt ausprobieren, welchen Einfluss diese Belüftung auf den Wein hat. Das Schwenken des Weinglases gehört für mich zum Verkosten von Weinen einfach dazu. In meinem Beitrag Do It Yourself: Weinverkostung mit Freunden berichte ich ganz ausführlich darüber.

Wie schwenke ich meine Wein?

Am einfachsten erzeugt man einen Wirbel im Glas, wenn das Weinglas auf einem möglichst glatten Tisch steht. Dann greift man das Glas am Stiel und zieht mit dem Fuß des Glases kleine Kreise über den Tisch, ohne das Weinglas anzuheben. Nach etwas Übung kann man das Glas natürlich auch ohne Standfläche, frei in der Hand schwenken.

Welches Glas nutze ich für das Schwenken?

Hier gilt das Prinzip: Je besser der Wein ist desto besser sollte auch das Glas sein. Einen ausführlichen Bericht habe ich dazu in meinem Beitrag Das passende Weinglas finden abgefasst.

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