Greco di Tufo & Greco Bianco

Greco di Tufo – der Grieche vom Tuffstein – ist die Bezeichnung einer autochthonen Weißwein-Rebsorte aus der italienischen Region Kampanien. Sie wurde angeblich auf einem Fresko des antiken Pompejis bereits erwähnt. Die Rebsorte lässt gehaltvolle Weißweine entstehen, die in Kampanien DOCG-Status besitzen und in der Regel jung getrunken werden.

Woher stammt Greco di Tufo?

Der gesamte Bestand an Greco die Tufo – der auch als Greco Bianco bezeichnet wird – befindet sich in Italien. Die DOCG-Produktionsfläche beträgt über 6.000 Hektar und liegt innerhalb der Provinz Avellino mit den acht Gemeinden Tufo, Altavilla Irpina, Chianche, Montefusco, Prata di Principato Ultra, Petruro Irpino, Santa Paolina und Torrioni.

Das Anbaugebiet befindet sich zum Teil im Regionalpark Partenio und liegt in einer Höhe von 300 bis 650 Meter nahe dem Fluss Sabato.

Namensgebend für den Greco di Tufo ist zum einen die Vermutung, er stamme aus Griechenland und zum anderen das vulkanische Tuffgestein, auf dem er am besten gedeiht.

Ein antikes Fresko der Stadt Pompeji aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. soll die Rebsorte bereits erwähnen, doch wird hier lediglich ein „griechischer Wein“ genannt. Dahingegen sicher ist wiederum, dass Greco di Tufo mit der toskanischen Rebsorte Aleatico verwandt ist.

Neben den Anbauflächen in Kampanien wird Greco auch in kleinen Mengen in Latium, der Toskana, Ligurien und auf Capri kultiviert.

Greco di Tufo mit DOCG-Status

Seit 1970 war der Greco di Tufo aus Avellino als DOC-Wein (Denominazione di origine controllata) eingestuft, seit 2003 sogar als DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita). Ein Greco di Tufo, der die Bezeichnung DOCG auf der Flasche trägt, muss mindestens 85 % Greco Bianco enthalten, daneben sind höchstens 15 % der autochthonen Rebsorte Coda di Volpe Bianco zugelassen.

Eine Besonderheit stellt der Greco di Tufo Spumante dar. Dieser Schaumwein wird nach der klassischen Methode mittels Flaschengärung erzeugt und muss mindestens drei Jahre auf der Hefe liegen.

Greco Trauben

Die Trauben des Greco di Tufo

Greco di Tufo war fast verschwunden

Die Reblauskatastrophe, die in Europa zwischen 1867 und 1915 einen Großteil der Rebbestände vernichtete, hätte auch fast den Greco di Tufo ausgerottet. Die spät reifende, nicht besonders ertragreiche Sorte, ist anfällig für Mehltau und war daher bei den Winzern nicht gerade beliebt. In Folge wurde sie bei Neupflanzungen kaum berücksichtigt. Einzig das Weingut Mastroberardino vertraute nach wie vor den alten, in der Region Kampanien autochthonen Rebsorten. Heute ist Mastroberardino nach wie vor der größte Hersteller von Greco di Tufo DOCG-Weinen.

So schmeckt Greco di Tufo Wein

Greco di Tufo ist ein frischer und fruchtiger Weißwein, bei dem Aromen von Zitrusfrüchten und Orangenblüten dominieren. Daneben zeigt er Noten von Aprikosen und Pfirsich, dazu Kräuternoten sowie Mandel- und Nussaromen. Das für den Wein namensgebende Tuffgestein trägt eine deutliche mineralische Note zum Gesamtbild bei, sofern die Trauben auf diesem Boden wachsen.

Cutizzi 2021
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